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STIL IST NICHT JEDERMANNS SACHE!


Da hatte man nun gehofft, dass nach den z. T. heftigen und auch polemischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit mehr Sachlichkeit und zielbestimmtes Handeln die Gemeindepolitik kennzeichnen würden. Die ersten 100 Tage  haben den neuen Bürgermeister  -  “Ich bin ein Bürgermeister für alle Bürger(innen) dieser Gemeinde” -  als möglichen Garant einer solchen Entwicklung erscheinen lassen.

 

Das Sachproblem “Supermarkt in Südkirchen” ist erschöpfend in Ratssitzungen und in der Presse abgehandelt und im demokratischen Sinne geregelt worden. Welch seltsame Gedankenwelt existiert aber bei Herrn Kraft, wenn er den Kommentar des Bürgermeisters zu diesem Vorgang als “sich schmücken mit fremden Federn” und die Anrufung der Kommunalaufsicht, eine gesetzliche Möglichkeit in der politischen Auseinandersetzung, als ” Anschwärzen ” bezeichnet?

 

Was soll man davon halten, wenn durchaus schlüssige Alternativen der damaligen Opposition in einem – auch in Südkirchen – kontroversen Sachproblem als “heiße Luft ” angeprangert werden?

 

Und wie soll man das verstehen, wenn Herr Kraft den Bürgermeister -  der ja auch in Südkirchen wohnt - seinen eigenen Wohnort totsagen lässt und den Supermarkt als eine neue Lebensader bezeichnet, ohne auf das dadurch bedingte Verschwinden alter Lebensadern einzugehen.

 

Herr Kraft, der Kommunalwahlkampf ist zu Ende, der Landtagswahlkampf hat noch nicht begonnen, er ist auch für die Kommune nur sekundär von Bedeutung. Helfen Sie bitte lieber mit, die großen Probleme dieser Gemeinde in den nächsten Jahren “mit aller Kraft” aber ohne Polemik zu bearbeiten und so weit wie möglich zu lösen!

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Bürgermeister Dietmar Bergmann zur Kommunalpolitik 2010

(C) RuhrNachrichten Selm, Mathias Münch